21.01.2015 · Article · Opiatabhängigkeit
Geringere HCV-Infektionsraten bei Drogenabhängigen unter Opioid-Agonisten
| I.v.-Drogenabhängigkeit zählt zu den Hauptursachen einer Ansteckung mit Hepatitis C-Viren (HCV). Das Risiko der Infektion ist offenbar deutlich geringer, wenn Opiatabhängige eine orale Substitutionstherapie mit Opioid-Agonisten wie Methadon oder Buprenorphin erhalten. Das hat eine US-Studie bei jungen Drogenabhängigen ergeben, im Median 23 Jahre alt. Im Beobachtungszeitraum von mehr als einem Jahr infizierte sich jeder Vierte mit HCV. Bei Studienteilnehmern, die angaben, dass kürzlich eine Substitutionstherapie mit Opioid-Agonisten begonnen worden war, war das Infektionsrisiko um 70 % geringer als bei den übrigen Drogenabhängigen. Keinen Einfluss hatte hingegen eine Entgiftung mit Opioid-Agonisten oder eine Substitutionstherapie mit Nicht-Opioid-Agonisten. Die Autoren sehen in der Substitutionstherapie mit Methadon oder Buprenorphin bei jungen i.v.-Drogenabhängigen einen potenziellen Ansatz, die Ausbreitung von HCV einzudämmen. |
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