28.07.2016 · Fachbeitrag · Emphysem
Emphysem-Studie: Coils nicht überzeugend
| Endobronchiale Coils zählen bei schwerem Lungenemphysem zu den letzten Optionen vor chirurgischen Eingriffen. Die Datenlage ist bisher jedoch nicht sehr gut. In einer Multicenterstudie bei insgesamt 315 Emphysem-Patienten mit schwerer Hyperinflation wurde der Verlauf über zwölf Monate dokumentiert, mit wenig überzeugenden Ergebnissen für die Coil-Gruppe. Der Hälfte der Studienteilnehmer, im Mittel 64 Jahre alt, wurden in zwei bronchoskopischen Eingriffen bilateral jeweils 10 - 14 Coils in einen Lungenflügel implantiert, die übrigen erhielten die Standardtherapie. Bei allen Endpunkten gab es zwar leichte Vorteile für die Coil-Gruppe, deren klinische Relevanz aber unklar ist. Die Gehstrecke im Sechs-Minuten-Gehtest war nach zwölf Monaten um 10 Meter länger als in der Vergleichsgruppe, die Differenz beim FEV1-Wert betrug 7 % (p<0,001) und beim Score für Lebensqualität neun Punkte (p<0,001). Andererseits war das Risiko für schwere Komplikationen erheblich höher (35 % versus 19 %, p=0,002). Erhöht waren z. B. die Raten von Pneumonien (20 % versus 4,5 %) und Pneumothorax (9,7 % versus 0,6 %). |
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