· Fachbeitrag · Schilddrüsenfunktion
Neue US-Leitlinien befürworten kein allgemeines Hypothyreose-Screening
Die beiden zuständigen US-Fachgesellschaften haben neue Leitlinien für das Management einer Hypothyreose bei Erwachsenen veröffentlicht. Kernpunkte des Papiers: Es gibt keinen Konsens zu einem allgemeinen Screening auf eine Schilddrüsenunterfunktion, doch lohne ein genauerer Blick bei Risikofaktoren, etwa bei Autoimmun- oder pschiatrischen Erkrankungen, entsprechenden Verdachtssymptomen oder positiver Familienanamnese.
Das Serum-TSH wird als bester Screening-Parameter für die Schilddrüsenfunktion bestätigt. Die Bestimmung von Trijodthyronin (T3, gesamt oder frei) wird dagegen für die Diagnose nicht empfohlen. Bei Schwangeren sollte zusätzlich T4 gemessen werden. Die Standardbehandlung ist die Substitution von L-Thyroxin (T4). Auch hier empfehlen die US-Leitlinien keine zusätzliche Gabe von T3. Die Indikation für eine Substitution bei subklinischer Hypothyreose (TSH < 10 mU/l) müsse individuell gestellt werden. Zudem solle bei subklinischer Hypothyreose die Bestimmung der Thyreoperoxidase (TPO)-Antikörper zum Nachweis einer Hashimoto-Thyreoiditis erwogen werden.
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