· Fachbeitrag · Epidemiologie
Neue Daten: Fluglärm erhöht Risiko für kardiovaskuläre Hospitalisierungen deutlich
Die gesundheitlichen Gefahren einer Dauerbelastung durch Fluglärm sind weithin bekannt. In welchem Maße Fluglärm das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht, verdeutlichen neue Daten aus den USA und Großbritannien. In der US-Studie wurden Daten von mehr als sechs Millionen Menschen ab 65 Jahren ausgewertet, die in der Nähe von Flughäfen wohnten. Mit steigender Lärmbelastung zeigte sich dabei ein linearer Anstieg der Häufigkeit von Hospitalisierungen aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen. Pro Zunahme der Fluglärmexposition um 10 Dezibel (dB) erhöhte sich das Risiko um 3,5 %. In der britischen Studie wurden Daten bei rund 3,6 Millionen Personen erhoben, die in der Nähe des Flughafens London Heathrow lebten. Je höher die Lärmexposition der Anwohner sowohl tagsüber als auch nachts war, desto häufiger wurden die Betroffenen ins Krankenhaus eingeliefert. Anwohner mit der höchsten Lärmbelastung wurden im Vergleich zu solchen mit der geringsten Belastung (> 63 dB versus ≤ 51 dB) um ein Viertel häufiger wegen eines Schlaganfalls, um 20 % häufiger wegen KHK und um 14 % häufiger wegen einer anderen kardiovaskulären Erkrankung hospitalisiert.
Quellen
- Dominici F et al.: Residential exposure to aircraft noise and hospital admissions for cardiovascular diseases: multi-airport retrospective study. BMJ 2013; 347: f5561
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