· Fachbeitrag · ESRS-Standards zu sozialen Aspekten
Von der Pflicht zur Kür: Wie soziale Nachhaltigkeit einen strategischen Mehrwert bietet
von Jens Olberding, CSR-Manager, Arbeits- und Organisationspsychologe, www.laeuft.gmbh, Hannover
| Soziale Nachhaltigkeit beschreibt die Verantwortung von Unternehmen, faire und gerechte Bedingungen für die Belegschaft, Zulieferer und die Gemeinschaften, in denen sie tätig sind, zu schaffen. Dabei stehen Themen wie sichere Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit, Mitbestimmung und Inklusion im Vordergrund. Dieser Beitrag zeigt, dass soziale Nachhaltigkeit, anders als häufig angenommen, nicht nur „nice-to-have“ ist, sondern sich zunehmend als ein strategischer Erfolgsfaktor entpuppt und zugleich zu den Offenlegungspflichten der ESRS-Standards zählt. |
1. Warum soziale Nachhaltigkeit mehr ist als Ethik
Die strategische Bedeutung der sozialen Nachhaltigkeit wird besonders deutlich, wenn man die tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen betrachtet, die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen. Im Kontext wirtschaftlicher Entwicklungen ‒ wie dem Fachkräftemangel oder dem demografischen Wandel ‒ wird deutlich, wie essenziell die soziale Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ist. Arbeitgeber, die soziale Nachhaltigkeit ernst nehmen, schaffen ein attraktives Arbeitsumfeld, das qualifizierte Fachkräfte anzieht und bindet. Gleichzeitig fördern sie die Zufriedenheit und das Engagement ihrer Belegschaft, was zu einer höheren Innovationskraft beiträgt.
Dabei zeigt sich, dass Unternehmen, die in die soziale Nachhaltigkeit investieren, auf die Regionen stabilisierend wirken und aktiv zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen. Sie stärken durch gezielte Maßnahmen wie Bildungsprogramme, die Förderung von Diversität oder Partnerschaften mit lokalen Akteuren nicht nur ihre eigene Resilienz, sondern auch die ihrer Lieferketten und der Gemeinschaften, die von ihrer Geschäftstätigkeit beeinflusst werden.
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