01.09.2008 | Aktuelle Fallbeispiele
Abrechnung einer Kronenversorgung mit Ceka-Anker und Einarbeitung in vorhandene Prothese
Nicht selten kommt es im Praxisalltag vor, dass neuer Zahnersatz mit bereits vorhandenen Konstruktionen verbunden wird. Insbesondere können dieses Varianten eine kostengünstigere Versorgung des Patienten darstellen. Allerdings muss auch immer die Zahnersatz-Richtlinie C.7 beachtet werden, in der es eindeutig heißt:
„Zahnersatz ist angezeigt, wenn ein Zahn oder mehrere Zähne fehlen oder zerstört sind und wenn dadurch die Funktionstüchtigkeit des Kauorgans beeinträchtigt ist oder beeinträchtigt zu werden droht, zum Beispiel durch Zahnwanderung oder -kippung. Bei der Versorgung mit Zahnersatz soll eine funktionell ausreichende Gegenbezahnung vorhanden sein oder im Laufe der Behandlung hergestellt werden. Ein neuer Zahnersatz ist nicht angezeigt, wenn der vorhandene Zahnersatz noch funktionstüchtig ist oder die Funktionstüchtigkeit wiederhergestellt werden kann (zum Beispiel durch Erweiterung).“ |
Unter diesem Gesichtspunkt beschreibt unser Fallbeispiel die Abrechnung der Versorgung von zwei Einzelzahnkronen, wobei eine der Kronen mit der vorhandenen Prothese durch einen Ceka-Anker verbunden wird, dieser in der vorhandenen Prothese ausgetauscht wird und somit die Funktionstüchtigkeit des vorhandenen Zahnersatzes gemäß der Richtlinie C.7 wieder hergestellt wird.
Beispiel
Datum | Behandlung | Bema | GOZ/GOÄ |
11.09. | Ein Patient erscheint mit Zahnschmerzen an 43 und 44 in der Praxis. Aus der symptombezogenen Untersuchung werden insuffiziente Kronen an 43 und 44 diagnostiziert, ansonsten ist das Gebiss einwandfrei und sehr gepflegt. |
| Ä5 |
| Beratung über die Notwendigkeit der Neuversorgung mit Kronen 43 und 44 sowie Einarbeitung in die vorhandene Prothese mit Ceka-Anker (Dauer ca. 13 Minuten) | Ä1 | Ä3 |
13.09. | Vollständige Untersuchung | 01 | Ä6 |
| 43, 44 Vitalitätsprobe (beide positiv) | 8 | 007 |
| OPG zur Beurteilung der Gesamtsituation des Patienten | Ä935d | Ä5004 |
| Heil- und Kostenplan für die Krankenkasse erstellt |
| 003 |
28.09. | 44 Leitungsanästhesie | 41a | 010 |
28.09. | 43 Infiltrationsanästhesie |
| 009* |
| OK Gegenkieferabformung mit Alginat, UK Situationsabformung mit Alginat, Bissnahme | 7b | 006 |
| 44,43 Entfernung der vorhandenen Kronen | 2 x 23 | 2 x 229 |
| 44,43 Entfernung weicher Beläge |
| 2 x 405* |
| 44,43 Gingivektomie mittels Laser |
| 2 x 408* |
| 44,43 Nachpräparation |
|
|
| 44,43 Fäden gelegt | 12 | 203 |
| UK Präparationsabformung |
|
|
| 44,43 Umarbeitung der vorhandenen Kronen als Provisorium | 2 x 19 | 2 x 227 |
05.10. | 44,43 Kontrolle nach Belagsentfernung |
| 2 x 406* |
| 44,43 Entfernung der Provisorien |
|
|
| 44,43 Rohbrandanprobe |
|
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| UK Polyätherabformung über die Kronen mit vorhandener Prothese |
|
|
| 44,43 provisorische Kronen wieder eingesetzt | 2 x 24c |
|
15.10. | 44,43 vollverblendete Kronen zementiert (44 mit Matrize des Ceka-Ankers) |
| 1 x 221 1 x 501 1 x 508 |
| UK Prothese wieder eingesetzt |
| 526 |
Die mit * gekennzeichneten GOZ/GOÄ-Positionen können bzw. müssen dem Kassenpatienten auf rein privater Basis in Rechnung gestellt werden.
Erläuterungen
11. September
Neben der ersten zahnärztlichen Leistung im Quartal kann bei Kassenpatienten die Nr. Ä1 abgerechnet werden. Für die symptombezogene Untersuchung des Privatpatienten kann einmal je Behandlungsfall (alle 31 Tage) die GOÄ-Nr. 5 berechnet werden, zuzüglich der GOÄ-Nr. 3 für die begleitende Beratung, wenn diese über den Zeitumfang von mindestes 10 Minuten erfolgt.
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