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  • · Nachricht · Zukunft der Freien Berufe

    Anwaltschaft wird weiblicher, spezialisierter und stärker in Gesellschaften organisiert (BRAK-Statistik 2025)

    | Die BRAK verzeichnet für 2025 erneut einen Rückgang bei niedergelassenen Einzelanwältinnen und -anwälten, während Syndikusrechtsanwälte ‒ überwiegend Frauen ‒ deutlich zulegen. Insgesamt zeigt die aktuelle Statistik einen Wandel der Anwaltschaft hin zu mehr Syndizi, einem wachsenden Frauenanteil und einer stärkeren Organisation in Kapitalgesellschaften ‒ Entwicklungen, die sich auch in der Steuerberaterschaft nachweisen lassen. |

     

    Den Informationen der BRAK lässt sich Folgendes entnehmen:

     

    • Zum Stichtag 1.1.25 zählten die regionalen Rechtsanwaltskammern 172.084 Mitglieder ‒ ein Rückgang um 430 im Vergleich zum Vorjahr. Dieser resultiert jedoch vor allem aus einer gesetzlichen Änderung, nach der Organmitglieder von Berufsausübungsgesellschaften (hier: nichtanwaltliche Mitglieder) keine doppelte Zulassung mehr benötigen.

     

    • Während die Zahl der klassischen Einzelanwältinnen und -anwälte weiterhin sinkt, legten die Syndikusrechtsanwälte um 11,45 % auf 7.585 zu. Auch bei doppelt Zugelassenen war ein Anstieg zu verzeichnen. Zusammengenommen ergibt sich für anwaltliche Mitglieder ein leichtes Plus von 0,44 % auf 166.504.

     

    • Ein langfristiger Trend zeigt sich auch in der Geschlechterverteilung: Der Frauenanteil unter den Mitgliedern wächst über alle Zulassungsarten hinweg. Bei den Syndizi liegt er bereits bei über 60 %, bei Doppelzulassungen nähert er sich mit 46,3 % der Parität. Auch bei den niedergelassenen Anwälten steigt der Anteil ‒ wenn auch langsamer ‒ auf nun 35 %.

     

    • Im Bereich der Fachanwaltschaft stieg die Zahl der Titelträger auf 46.800 ‒ ein Plus von 1,66 %. Besonders beliebt sind Fachbereiche wie Vergaberecht, Migrationsrecht und Internationales Wirtschaftsrecht, während klassische Disziplinen wie Familien- und Sozialrecht leicht rückläufig sind.

     

    • Gleichzeitig ist ein Strukturwandel innerhalb der Kanzleiformen zu beobachten: Die GmbH & Co. KG als neue Rechtsform legte stark zu ‒ von 22 auf 61 Kanzleien. Auch die Anzahl von PartGmbB und Rechtsanwalts-GmbHs stieg auf zusammen 4.901. Insgesamt wuchs die Zahl der zugelassenen Berufsausübungsgesellschaften um 8,44 %.

     

    Weiterführender Hinweis

    Quelle: ID 50337876