01.04.2008 | Allgemeine Zahnheilkunde
Anstieg von Mundkrebs durch Oralverkehr
US-amerikanische Wissenschaftler haben bei einer Analyse von 46.000 Fällen oraler Krebsarten einen Anstieg der Zahl der Zungen-, Hals- und Rachenkrebs-Fälle seit 1973 um ein Drittel ermittelt [1]. Der Grund dafür liegt laut Meinung der Forscher im veränderten Sexualverhalten der Menschen und am Humanen-Papilloma-Virus (HPV), das durch Oralverkehr übertragen werden kann. Der „Zahnmedizin Report“ hatte bereits im Jahre 2005 über einen solchen vermuteten Zusammenhang berichtet [2].
Den höchsten Anstieg an HPV-Fällen verzeichneten die Forscher unter jungen Männern. Nach Meinung von Gillison sollten auch HPV-Impfungen bei Jungen durchgeführt werden, um eine Erkrankung durch HPV-Viren zu verhindern. HPV-Viren verursachen nicht nur Mundkrebs, sie können auch zu Penis- oder Analkrebs führen. Während die Fälle von Mundkrebs durch HPV steigen, sinkt die Zahl der durch Alkohol oder Tabak verursachten Mundkrebs-Fälle seit 1982. Gillison führt dies auf den rückläufigen Konsum von Zigaretten und Alkohol zurück.
Praxistipp
In unserem Online-Service unter „Patienteninformation“ finden Sie unter anderem ein Informationsblatt zu malignen Veränderungen mit vielen Abbildungen. |
[1] o.A.: Anstieg von Mundkrebs durch Oralverkehr; pte (2008), online veröffentlicht am 1. März 2008
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