· Fachbeitrag · Rechnungslegung
Vermögenserträge versus -umschichtung: Wie muss Stiftung Ausschüttung aus Fonds behandeln?
von Wolfgang Pfeffer, Drefahl
| Bloße Vermögensumschichtungen führen bei gemeinnützigen Körperschaften nicht zu einer zeitnahen Mittelverwendung der dabei frei werdenden Mittel. Etwas anderes gilt für Vermögenserträge. Hier handelt es sich um zeitnah zu verwendende Mittel, die nur anteilig ‒ zu einem Drittel der Überschüsse ‒ der freien Rücklage zugeführt werden können. Deswegen ist es wichtig zu wissen, wann ein Vermögensertrag und wann eine Vermögensumschichtung vorliegt. Das FG Niedersachsen sieht das aktuell im Fall einer Stiftung eher fiskalisch. Das letzte Wort hat aber der BFH. |
Streit um Ausschüttungen aus Beteiligungen endet vor FG
Eine Stiftung erhielt aus Beteiligungen an einem Fonds in der Rechtsform einer GmbH jährliche Ausschüttungen. Teils resultierten diese Erträge aus Zinsen, teils aus Vermögensumschichtungen, die die GmbH vornahm.
Stiftung trennt Ausschüttungen in Zinserträge und Umschichtungen
Die Stiftung unterteilte die Ausschüttungen bei der Aufstellung ihrer Jahresabschlüsse in Zinserträge und Veräußerungserlöse/Vermögensumschichtungen. Die Zinserträge ordnete sie den zeitnah zu verwendenden Mitteln im Sinne des § 55 Abs. 1 Nr. 5 AO zu. Die Veräußerungserlöse führte sie als Umschichtungsgewinne dem Stiftungsvermögen zu und erfasste diese nicht als zeitnah zu verwendende Mittel.
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