28.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Vermögensabschöpfung
Mit Beschluss vom 14.6.18 hat der 3. Strafsenat des OLG Frankfurt a.M. einen Arrestbeschluss des AG Frankfurt a.M. vom 30.4.15 aus Gründen der Verhältnismäßigkeit aufgehoben, nachdem das Verfahren aus Sicht des Senats über Jahre hinweg nicht nennenswert gefördert worden war. Die Entscheidung reiht sich nahtlos in vergleichbare Entscheidungen aus der Zeit vor der Reform zur strafrechtlichen Vermögensabschöpfung ein und ist doch unter dem Gesichtspunkt bemerkenswert, über einen welch ...
> lesen
28.09.2018 · Nachricht aus PStR · Landessozialgericht Baden-Württemberg
Das LSG Baden-Württemberg (21.6.18, L 13 R 127/17, Abruf-Nr. 204891 ) hat sich zum sozialversicherungsrechtlichen Status einer Bedienung und Küchenhilfe in einem Spielcasino geäußert und entschieden, dass die DRV zu Recht festgestellt hat, dass ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis bestanden hat. Die Nachforderung der Sozialversicherungsbeiträge und die Erhebung der Säumniszuschläge seien rechtmäßig.
> lesen
17.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Steuerhinterziehung
Das FG Baden-Württemberg hat sich am 9.2.18 (13 K 3586/16, Abruf-Nr. 204277 , Revision eingelegt, BFH VIII R 18/18) mit den bislang höchstrichterlich noch nicht geklärten Fragen der Bestimmung der Festsetzungsfrist sowie des Zinslaufs bei Hinterziehungszinsen auf ESt-Vorauszahlungen auseinandergesetzt. Die Festsetzungsfrist beginnt nach Ansicht der Richter mit Ablauf des Tages, an dem gemäß § 170 Abs. 1 AO, § 169 Abs. 2 S. 2 AO letztmals geänderte Vorauszahlungsbescheide hätten ...
> lesen
17.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Umsatzsteuerhinterziehung
Der BFH hat seine Rechtsprechung in einem für das Steuerstrafrecht wichtigen Punkt geändert. Eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung setzt nicht länger voraus, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten des leistenden Unternehmers unter der Anschrift ausgeübt werden, die in der von ihm ausgestellten Rechnung angegeben ist.
> lesen
17.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Festsetzungsverjährung
Nach § 171 Abs. 5 AO i.V. mit § 171 Abs. 4 S. 2 AO sind die angefochtenen Einkommensteuerbescheide 1999 und 2000 innerhalb der Festsetzungsfrist ergangen, da die begonnene Prüfung nicht unmittelbar nach ihrem Beginn für die Dauer von mehr als 6 Monaten unterbrochen wurde.
> lesen
17.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Der Steuerberater fragt, der Strafverteidiger antwortet
Steuerstrafrechtliche Ermittlungsverfahren laufen vielfach auf den Erlass eines Strafbefehls hinaus. Die hieraus resultierende Verteidigungsstrategie soll im Folgenden unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Strafbefehlsverfahrens dargestellt werden.
> lesen
17.09.2018 · Nachricht aus PStR · Finanzgericht München
Die Haftung nach § 69 AO ist dem Umfang nach auf den Betrag beschränkt, der infolge der Pflichtverletzung nicht entrichtet worden ist. Stehen zur Begleichung der Steuerschulden insgesamt keine ausreichenden Mittel zur Verfügung, bewirkt die Nichterfüllung der Ansprüche die Haftung nur in dem Umfang, in dem der Verpflichtete das FA gegenüber den anderen Gläubigern benachteiligt hat (FG München 13.8.18, 14 V 736/18, Abruf-Nr. 204280 ).
> lesen
10.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Schenkungsteuer
Die Prüfungsanordnung kann über die in einer Selbstanzeige benannten Stichtage hinaus einen längeren Prüfungszeitraum ermessensgerecht festlegen, wenn der der Finanzbehörde bekannte schenkungsteuerrechtliche Sachverhalt auf weitere Tatbestände schließen lässt. Einwendungen gegen den mit der Außenprüfung beauftragten Prüfer führen nicht zur Rechtswidrigkeit der Prüfungsanordnung.
> lesen
04.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Umsatzsteuer
Wer in einer Rechnung einen Steuerbetrag gesondert ausweist, obwohl er zum gesonderten Ausweis der Steuer nicht berechtigt ist (unberechtigter Steuerausweis), schuldet nach § 14c Abs. 2 S. 1 UStG den ausgewiesenen Betrag. Zweck der Regelungen ist es, Missbräuche durch Ausstellung von Rechnungen mit offenem Steuerausweis zu verhindern. Der gesetzliche Tatbestand verlangt weder, dass der Aussteller der Rechnung deren missbräuchliche Verwendung durch den Rechnungsempfänger kennt, noch ist eine ...
> lesen
04.09.2018 · Fachbeitrag aus PStR · Steufa-Praxis
Die Betriebsprüfung stellte gravierende Mängel vor allem in der Kassenführung fest. Hinzu kam eine Kontrollmitteilung, die von den Kollegen bei der Prüfung eines Mehllieferanten gefertigt worden waren. Der Mehllieferant war durch „Rechnungssplitting“ aufgefallen: Hier werden die Mehleinkäufe in einen offiziellen Verkauf und inoffiziellen „Schwarzverkauf“ aufgeteilt, um so den Wareneinkauf entsprechend den fehlenden Erlösen anzupassen.
> lesen